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Read teh faqing FAQ, Sarrazin!

Der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland e.V. stellt fest: Thilo Sarrazin hat grundlegende genetische Zusammenhänge falsch verstanden. Dazu gibt ihm Dr. Kerstin Elbing von der Geschäftsstelle Berlin auch noch einen Hinweis zu weiterführender Literatur: Barbujani G, Colonna V (2010). Human genome diversity: frequently asked questions.

via Fefe

Negative Leitzinsen

Klaus Willemsen rettet bei Telepolis gerade die Welt und braucht dazu nur “zwei simple Maßnahmen”:

  1. Die Zinssätze für Einlagen, Mindestreserve und Überschussreserve bei der Zentralbank sollten zukünftig in den negativen Bereich abgesenkt werden können.[...] Deflation und Kreditklemme könnten vermieden werden, da das Blockieren von Liquidität nicht mehr kostenfrei bleiben würde.
  2. Die Euro-Banknoten sollten so gestaltet werden, dass den Verbrauchern für die Haltung Kosten zwischen 2% und 6% p.a. entstehen. So würde beim Bargeld für die notwendige Enthortung gesorgt werden [...]

Dieses System funktioniert genauso gut und einfach wie der Sozialismus, weil nämlich alle Leute mitmachen und keiner sich dem System entziehen will um persönliche Vorteile zu erreichen. Mal ehrlich: Wenn jemand sein Vermögen nicht in Umlauf bringen will, weil ihm Geschäfte gerade zu risikoreich sind, dann parkt er es in Willemsens Modell eben in Edelmetallen, Fremdwährungen oder sonstigen Gütern. Nicht jede Ausgabe ist eine Investition.

Der Vorschlag, Zinsen auf Bargeld zu erheben ist vollkommen wahnsinnig. Bargeld hat doch gerade den Vorteil der Anonymität. Um Verbrauchern die Hortung von Geld unmöglich zu machen, muss man das Bargeld abschaffen. Fassen wir zusammen: Buchgeld will keiner mehr weil die Zentralbank negative Zinsen gibt, Bargeld kann systembedingt nicht mehr existieren.

Willemsens Logik in einem Satz: Um die Probleme mit unserem Finanzmarkt zu beseitigen müssen wir nur das Geld abschaffen. Super, genau so machen wir’s.

Mal fix zu IKEA

Sonntag war bei IKEA in Saarlouis verkaufsoffen ab 13:00 Uhr. Dabei gab es die GORM-Regale erstaunlich günstig, so dass ich außer für den Eigenbedarf auch noch für zwei Bekannte welche kaufen durfte.

Als ich um 12:55 ankam, stand zwar schon eine Traube wartender Menschen vor dem Haupteingang, jedoch musste ich ja nur hinten ins Lage, so stellte ich mich am Service-Eingang an, wo lediglich zwei andere Kunden warteten. Wir drei marschierten dann ganz gemütlich durch die Kassenzone ins Lager, schnappten uns einen Wagen und wechselten noch ein paar freundliche Worte mit den gelbhemdigen Mitarbeitern während wir Regale aufluden.

Ich war der zweite Kunde an der Kasse an diesem Tag. Das ist mir bei IKEA noch nie passiert. Die Regale ins Auto einzuladen dauerte gefühlt sogar länger als der Einkauf. Als ich losfuhr, zeigte die Uhr 13:37 an. Netter Zufall.

Auto vollgeladen mit GORM-Regalen

Cheat-Sheet für Suchbilder

Manche Rätsel eignen sich einfach nicht für das Internet. Eine klassische Quizfrage verliert dank Google und Wikipedia einfach an Reiz. Aber ebenso verhält es sich mit den von 9-Live und anderen <del>Abzock</del>Gewinnspiel-Formaten bekannten Suchbildern. lens-flare.de veranstaltet zur Zeit ein Gewinnspiel mit einem solchen Suchbild. Hier der Walkthrough anhand von GIMP:

Schritt 1: Ebenen anlegen

Schritt 1: Ebenen anlegen

Zuerst packen wir jeweils das linke und das rechte Bild in eine getrennte Ebene, darüber legen wir eine neue transparente Ebene.

Schritt 2: Unterschied

Schritt 2: Unterschied

Dann wählen wir die mittlere Ebene aus und setzen den Modus auf “Unterschied”.

Schritt 3: Markieren

Schritt 3: Markieren

Nun brauchen wir nur noch mit einem Pinsel auf unserer transparenten Ebene um all das einen Kringel zu zeichnen, was nicht schwarz ist.

Schritt 4: Hilfsebene unsichtbar

Schritt 4: Hilfsebene unsichtbar

Die Hilfsebene in der Mitte brauchen wir nun nicht mehr und machen sie daher einfach unsichtbar. Nun brauchen wir das Resultat nur noch als JPEG oder PNG zu speichern und wir haben die Lösung. Wie gesagt, manche Rätsel verlieren im Internet einfach ihren Reiz  :-(

Musiker baut gedankengesteuertes Musikinstrument – nicht

Leon Theremin beeindruckte anfang der 1920er Jahre die Welt mit einem berührungslos zu spielenden Musikinstrument. Die Bauteile sind nach heutigen Maßstäben sehr einfach. Die Tonhöhe und Lautstärke werden über die Störung des elektromagnetischen Feldes reguliert, welche die Hand des Musikers über dem Instrument erzeugt. Knapp ein Jahrhundert später scheint die nächste Sensation vor der Tür zu stehen: Der Frontman der Band Apples in Stereo hat eine Variante des Theremins entworfen, bei der die Töne allein durch Konzentration moduliert werden. Hierzu nutzte er Bauteile, die zwar nicht so einfach wie die zu Zeiten Leon Theremins sind, jedoch leicht erhältlich und für jedermann beschaffbar.

Konkret koppelte er einen Moog-Synthesizer (es dürfte auch mit etlichen anderen Geräten funktionieren) mit einem Mattel Mindflex – einem Spielzeug, bei dem man per Gedankensteuerung einen Ball durch ein Labyrinth bewegt. Das heißt, angeblich, denn das Spielzeug ist ein Plazebo und reagiert überhaupt nicht auf die Gedanken des Spielers. Eine Elektronik, die man bestenfalls als Zufallsgenerator bezeichnen kann, bewegt den Ball und die Kontrolle darüber ist lediglich eine Illusion im Gehirn des Spielers.

So ist es auch nicht verwunderlich, dass Robert Schneider es in seinem Video nicht schafft, eine einigermaßen erkennbare Melodie zu spielen sondern nur mehr oder weniger chromatische Tonleitern rauf und runter wandert.  Dass das Mindflex nicht funktioniert ist allerdings hinreichend bekannt. Hat sich noch niemand getraut, das Schneider zu sagen? Er scheint irgendwie glücklich zu sein, wenn er auf seinem Instrument spielt und es wäre vielleicht so, wie einem Kind erklären zu müssen, dass es den Osterhasen nicht gibt.

Kerwe-Countdown

Seit wir unser Haus bezogen haben ist noch kein ganzes Jahr vergangen, so erleben wir manche jahreszeitlichen Besonderheiten hier im Dorf zum ersten Mal. Auf die Kerb, die hier am kommenden Wochenende stattfindet, haben uns die Nachbarn schon neugierig gemacht. So im Großen und Ganzen alles, was ich aus meinem Heimatdorf bereits kenne und zusätzlich einige lokale Besonderheiten, wodurch das Dorf am Wochenende im partymäßigen Ausnahmezustand sein soll. Gerade fahren die Straußbuben im Traktor laut gröhlend die Straße rauf und runter. Eine Woche vor der Kerb. Die Nachbarn scheinen nicht zu viel versprochen zu haben.

Die Arroganz der CAPTCHA(-Programmierer)

Auf der Seite <a href=”http://clientsfromhell.net”>Clients From Hell</a> berichten (Web-)Designer über unverschämte oder einfach nur dumme Kunden. Hin und wieder jedoch sind auch Beiträge dabei, bei denen ich die Gedankengänge des Kunden nachvollziehen kann und die offenbarte Blöße lediglich aus geringem IT-Know-How besteht. Das darf einem Kunden eines Webdesigners aber durchaus passieren, schließlich ist der andere der Experte, der dafür bezahlt wird.

Heute bin ich über ein besonderes Schmankerl dieser Kategorie gestolpert: Ein CAPTCHA fragte offenbar den Kunden nach der Farbe des Himmels, worauf dieser wahrheitsgemäß – es war ein Regentag – mit “grau” antwortete. Für sein Gegenüber scheinbar ein Zeugnis echter Blödheit, das einen Eintrag bei Clients From Hell würdig ist. Meiner Meinung nach ist es jedoch genau umgekehrt gelaufen. Nicht der menschliche Kunde hat versagt, sondern das CAPTCHA. Es war offenbar nicht in der Lage, zu erkennen, dass da ein Mensch am anderen Ende sitzt, als dieser auch noch eine all zu menschliche Antwort gegeben hat.

Aber machen wir die Gegenprobe. Immerhin heißt es: “to tell computers and humans apart”. Hätte ein Computer die richtige Antwort geben können? Fragen wir Wolfram Alpha. Und siehe da: Die Maschine weiß, dass der Himmel himmelblau ist und hätte bestanden.

Dieses Phänomen begegnet mir immer wieder mit allen möglichen Formen von CAPTCHAs: Die Programmierer stellen eine Aufgabe, zu der sie selbst kein Programm zur Lösung implementieren können und gehen davon aus, dass es auch für andere zu schwierig ist. Verzerrte Buchstaben zum Abtippen werden gegenüber hochentwickelter OCR mit dahinterliegendem Wörterbuch bereits für Menschen unleserlich. Für einen Bot ist eine Erfolgsquote von 25% bei einem CAPTCHA noch ein annehmbarer Wert, der durchaus in der freien Wildbahn übertroffen wird. Hingegen ist jedes Gekritzel, das ein Mensch auch nicht mehr entziffern kann ein Ärgernis für die Nutzer.

Für einen Computer ist es allerdings auch verdammt schwierig, zu erkennen ob er es mit einem Menschen oder einem Artgenossen zu tun hat. Tückisch bei der Wahrnehmung ist allerdings die Computergewöhnung von uns Menschen: Während die Rechner sich in der Regel nicht selbst anpassen, sondern angepasst werden müssen, sind wir wahre Meister der Anpassung an unsere Lebensräume. Personen, die viel mit Computern zu tun haben, lernen, wie man Eingaben so formuliert, dass ein Computer damit zurecht kommt. Wer von einem Computer nach der Farbe des Himmels geprüft wird, der weiß, dass das Programm nicht aus dem Fenster schaut, sondern dass eine oder einige sehr allgemeine Antworten in einer Datenbank hinterlegt sind und wird eine entsprechende eingeben. Auf diese Weise fallen gerade die nicht ans Leben mit Computern angepassten Menschen häufiger durch den automatisierten Turing-Test, was den ursprünglichen Sinn dahinter pervertiert.

Sexparty SFW

Bei der letzten Bundestagswahl schüttelten einige Bekannte schon über die Piratenpartei den Kopf. Was hätten die wohl zur Australian Sex Party (SFW) gesagt? Das Parteiprogramm liest sich eigentlich ganz vernünftig: Man stellt sich gegen Zensur und Diskriminierung sowie gegen anscheinend in einigen Gegenden Australiens immer noch gültige Gesetze, die zwischen Weißen und Aborigines unterscheiden. Man ist für die Einführung einer Elternzeit und strebt gesetzliche Regelungen zu den Themen Abtreibung und Sterbehilfe an.

Allerdings stehen von Anfang an auch wirtschaftliche Interessen hinter dieser Partei: Die Vorsitzende Fiona Patten ist gleichzeitig CEO eines australischen Erotik-Industrie-Verbands, der Eros Association. Mit der Forderung nach Abschaffung von Zensur, geregelten Altersfreigaben für Computerspiele und mit Destigmatisierung von Homosexualität will man sich natürlich Märkte erschließen. Wenn ich aber darüber nachdenke, ist mir diese direkte Art von Lobbyismus lieber, als wenn die Industrie wie hier in Deutschland auf eher undurchsichtigen Wegen ihre Interessen in die Politik einbringt.

Ein Mordsspaß mit StreetView

Einige werden es für makaber halten, ich finde es lustig: Für Google StreetView tot spielen.

Outlook PopUp

Immer wieder sehr verlässlich…. ;-)